In Sachsen-Anhalt verbinden die „Radwege zu Luther" die Lutherstadt Eisleben, wo Luther am 10. November 1483 das Licht der Welt erblickte und am 18. Februar 1546 verstarb mit der Lutherstadt Wittenberg, seine hauptsächliche Wirkungsstätte.

 

Begeben Sie sich auf Luthers Spuren auf die ca. 130 Kilometer lange Nordroute, die Sie über Wörlitz, Dessau, Köthen und Bernburg nach Lutherstadt Eisleben führt.

 

Sie verlassen Luthers Wittenberg auf dem Elberadweg nach Westen und erreichen nach knapp 14 Kilometer Coswig (Anhalt). Hier setzen Sie mit einer Gierseilfähre über die Elbe und erreichen nach weiteren 5 Kilometer den Wörlitzer Park, der seit dem Jahr 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

 

In Wörlitz erwartet Sie ein wunderschöner Landschaftsgarten, der Ende des 18. Jahrhunderts angelegt wurde und einer der frühesten und bedeutendsten Landschaftsgärten im englischen Stil auf europäischem Festland ist. Die Wörlitzer Schloss- und Parkanlagen bestehen aus fünf Gartenanlagen auf insgesamt 112 ha Fläche, die sich um den Wörlitzer See schmiegen. In der Anlage liegen idyllisch weitere Seen und Kanäle, die Sie über Brücken, Fähren und Gondeln überqueren können. So können Sie die Wörlitzer Anlagen auf ganz unterschiedliche Weise erleben und entdecken.

 

Die nächste Etappe beträgt ca. 19 Kilometer und führt Sie weiter auf dem Elberadweg direkt in die Bauhausstadt Dessau-Roßlau.

 

Dessau-Roßlau ist mit seinen UNESCO-Welterbestätten wie dem Bauhaus oder den Meisterhäusern immer einen Besuch wert. In der Entstehungsstätte des Bauhaus-Konzeptes können heute noch die Anfänge der modernen Architektur in den Bauhausbauten sowie in den Meisterhäusern erlebt und bestaunt werden.

 

Auf dem Europaradweg R1 verlassen Sie die Bauhausstadt Dessau-Roßlau in südwestliche Richtung und erreichen nach knapp 13 Kilometer das Eike-von-Repgow-Dorf Reppichau mit seinem einmaligen Freilichtmuseum. Eike von Repgow verfasste zu Beginn des 13. Jahrhunderts das erste mittelalterliche Rechtsbuch-den Sachsenspiegel, welches über 700 Jahre als Grundlage für die Rechtsprechung diente. Überall im Dorf lassen sich Plastiken, Wandmalereien oder Heerschilde finden.

 

Nach Reppichau trifft der Europaradweg R1 auf den Lutherweg und beide führen Sie gemeinsam durch das seenreiche Osternienburger Land in die nur 12 Kilometer entfernte Bachstadt Köthen.

 

Die Reformationsgeschichte in Köthen ist eng mit dem Fürst Wolfgang von Anhalt-Köthen verbunden, der im Jahr 1525/1526 hier die Reformation einführte. Des Weiteren ist die Stadt Anziehungspunkt für Musikliebhaber, denn hier schuf Johann Sebastian Bach, einer der bekanntesten Virtuosen der Barockzeit, unvergessliche Musik.

 

Auf dem ausgeschilderten Lutherweg geht es weiter über Großpaschleben, Polley und Baalberge ins ca. 30 Kilometer entfernte Bernburg an der Saale.

 

Über der Saalestadt thront das Renaissanceschloss, einst Residenz der Fürsten und Herzöge von Anhalt-Bernburg. Das Museum des Schlosses zeigt eine der ältesten und wertvollsten Ausgaben von Martin Luthers Werken.

 

Ein besonderes Baudenkmal von Schloss Bernburg ist der 44 Meter hohe Eulenspiegelturm aus dem 12. Jahrhundert. Der Schelm und Volksheld Till Eulenspiegel soll hier um 1325 als Turmbläser gearbeitet und eine Zeit lang eine Kammer bewohnt haben.

 

Sie verlassen Bernburg in Richtung Süden und fahren auf dem Saale Radweg / Lutherweg ins knapp 24 Kilometer entfernte Wettin.

 

Die ernestinischen Kurfürsten von Sachsen errichteten hier ihre Stammburg und sind die am längsten regierende Dynastie in Deutschland. Der mit bekannteste Kurfürst der Wettiner ist Friedrich IV., auch bekannt als Friedrich der Weise. Allerdings wählte er die Lutherstadt Wittenberg als seine Residenz aus und Friedrich gilt als der Beschützer des Reformators.

 

Die letzte Etappe unseres Raderlebnisses führt Sie weiter auf dem Lutherweg in die knapp 30 Kilometer entfernte Lutherstadt Eisleben, dabei passieren Sie Salzatal, Höhnstedt und den Süßen See.

 

Die Heimat von Martin Luther liegt im östlichen Harzvorland und ist umgeben von der malerischen Hügellandschaft des Mansfelder Landes. Hier erblickte der Reformator das Licht der Welt, wurde getauft und verstarb am Ende seines bewegten Lebens. Wandeln Sie auf seinen Spuren und besuchen Sie seine Taufkirche St.-Petri-Pauli-Kirche und die von der UNESCO zum Weltkulturerbe ausgezeichneten Luthergedenkstätten, wie das Geburtshaus und das Sterbehaus.

 

Die Etappe führt Sie über die folgenden Radwege:

 

         

 

 

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