Altenburg

Versuchsfeld der Reformation

Schon 1522 wendeten sich die Bürger Altenburgs an Martin Luther mit der Bitte um einen deutschen Prediger. Dieser sandte seinen Vertrauten Wenzeslaus Linck, den er - in einer der ersten Priesterehen überhaupt - 1523 in Altenburg auch traute. Luther kam insgesamt 15 Mal nach Altenburg, oft zu Besuch bei Georg Spalatin oder auf der Durchreise nach Leipzig, Zeitz oder auf dem Weg Coburg. 1519 traf er hier auf den päpstlichen Gesandten Karl von Miltitz, der die begehrte "Goldene Rose" vom Papst für den Kurfürsten überbringen sollte und vergebens versuchte, den Mönch zum Schweigen zu bewegen. Luther's Ehefrau, Katharina von Bora, besaß ein Landgut im nahen Zölsdorf. Luthers Ururenkel verstarb während eines Aufenthaltes in Altenburg 1677, sein Leichenstein befindet sich in der Brüderkirche. Herausragend ist jedoch die Lebendigkeit mit der die Reformation und ihre praktische Umsetzung an den Originalschauplätzen in Altenburg erlebt werden kann.

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